Kostenlose Vorlage · ISO 9001:2015, Kapitel 9.2

Auditjahresplan Vorlage (Auditprogramm ISO 9001)

Interne Audits sind Pflicht: „in geplanten Abständen“, sagt Kapitel 9.2, und verlangt dafür ein Auditprogramm. Das ist kein Bürokratiemonster, sondern eine Jahresübersicht: welcher Prozess wird wann von wem auditiert, und ist es passiert.

Diese Vorlage ist genau das: Prozesse in den Zeilen, Monate in den Spalten, dazu Auditor, Status und Bericht-Nummer. Die Stolperfalle Nummer eins steht gleich mit drin: niemand darf den eigenen Bereich auditieren.

Auditjahresplan-Vorlage-ISO-9001.xlsx
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Stand: 17.09.2026 · gepflegt von w2 Labs

Was gehört rein

Auditbereich / Prozess
Deine Prozesslandkarte ist die Vorlage: Führung, Vertrieb, Einkauf, Fertigung, Lager, QM selbst. Jeder Prozess muss im Zyklus vorkommen.
Auditkriterien
Wogegen wird geprüft: die betroffenen Normkapitel plus die eigenen Prozessbeschreibungen. Beides hinschreiben.
Auditor
Wer prüft. Muss unabhängig vom auditierten Bereich sein (9.2.2 c), der Fertigungsleiter auditiert nicht die Fertigung.
Monatsspalten
P = geplant, X = durchgeführt. So sieht man Plan und Wirklichkeit in einer Zeile.
Status und Bericht-Nr.
Offen, durchgeführt, Bericht liegt vor. Die Bericht-Nummer verknüpft den Plan mit dem Auditbericht.
Ergebnis-Kurzspalte
Anzahl Feststellungen aus dem Audit. Fließt am Jahresende direkt in die Managementbewertung.

So füllst du die Vorlage aus

  1. Übernimm die Prozesse aus deiner Prozesslandkarte in die Zeilen. Wenn du keine hast, nimm die Abteilungen, aber plane die Prozesslandkarte als Maßnahme ein.
  2. Plane risikobasiert, nicht gleichmäßig. Prozesse mit vielen Reklamationen, neuen Mitarbeitern oder Änderungen öfter, den stabilen Rest seltener. Die Norm verlangt genau diese Abwägung („unter Berücksichtigung der Bedeutung der betreffenden Prozesse“).
  3. Alle Prozesse innerhalb des Zertifizierungszyklus (drei Jahre) mindestens einmal, die Kernprozesse jährlich. Das ist die Erwartung der meisten Zertifizierer.
  4. Trage je Audit einen unabhängigen Auditor ein. In kleinen Firmen heißt das oft: der QMB auditiert alles außer QM, und für QM übernimmt die Geschäftsführung oder ein geschulter Kollege aus einem anderen Bereich.
  5. Setze P (geplant) in den Monat und ersetze es nach dem Audit durch X, plus Status und Bericht-Nr. Ein verschobenes Audit bekommt ein neues P, das alte bleibt sichtbar durchgestrichen oder als Bemerkung.
  6. Am Jahresende: Plan mit Ist vergleichen und ins Folgejahr überführen. Nicht durchgeführte Audits brauchen eine Begründung, keine Ausrede: „verschoben wegen X, nachgeholt am Y“ reicht.

Worauf der Auditor schaut

  • Gibt es überhaupt ein Programm, oder wurden Audits ad hoc gemacht? Ein Plan, der erst kurz vor dem Zertifizierungsaudit entsteht, ist an den Metadaten erkennbar.
  • Sind alle Prozesse im Zyklus abgedeckt, auch die unbequemen (Führung, QM selbst)?
  • Wurde die Unparteilichkeit gewahrt? Der Klassiker: der QMB hat sein eigenes QM-System auditiert.
  • Wurden geplante Audits durchgeführt, und wenn nicht, gibt es eine nachvollziehbare Begründung?
  • Passt der Plan zur Risikolage? Ein Prozess mit zwanzig Reklamationen, der drei Jahre nicht auditiert wurde, ist eine sichere Nachfrage.

Im QM-Portal füllt sich das von selbst. Kennzahlen aus dem ERP, Maßnahmen mit Termin, Nachweise an einem Ort, und diese Vorlage ist dort ein lebendes Dokument statt einer Datei im Ordner.

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Häufige Fragen

Wie oft müssen interne Audits nach ISO 9001 stattfinden?

Die Norm nennt keine Frequenz, sondern verlangt „geplante Abstände“ und Risikoorientierung. Die verbreitete Praxis: Kernprozesse jährlich, alle Prozesse mindestens einmal im dreijährigen Zertifizierungszyklus. Entscheidend ist, dass dein Programm die Abstände begründen kann.

Darf der QM-Beauftragte alle internen Audits selbst machen?

Fast alle. Die Grenze ist der eigene Bereich: das QM-System selbst darf er nicht auditieren (9.2.2 c, Objektivität und Unparteilichkeit). Dafür nimmt man die Geschäftsführung, einen geschulten Kollegen aus einem anderen Bereich oder einen externen Auditor.

Was ist der Unterschied zwischen Auditprogramm und Auditplan?

Das Programm ist die Jahresübersicht über alle Audits (diese Vorlage). Der Auditplan gehört zum einzelnen Audit: Ablauf, Uhrzeiten, Gesprächspartner, Kriterien. Für den Einzeltermin reicht bei kleinen Firmen eine halbe Seite, die Agenda kann im Auditbericht aufgehen.

Müssen interne Auditoren eine Ausbildung haben?

Die Norm verlangt Kompetenz, kein Zertifikat. Ein interner Auditor sollte die Norm kennen, die Audittechnik beherrschen (Fragen, Nachweise, Feststellungen formulieren) und unabhängig sein. Eine eintägige Schulung plus Begleitung beim ersten Audit ist der übliche und im Audit gut verteidigbare Weg, den Nachweis in der Qualifikationsmatrix führen.

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